Dieser Aufgabe hat der Sportverein 1931 Kendenich e.V. von Geburt an bis zu seinem heutigen Lebensjahr mit der Zielsetzung gelebt und gedient, bei aller Liebe zum Fußballspielen und zum Sport allgemein die geistige und seelische Entwicklung der Jugendlichen nicht zu vergessen. Deshalb pflegten Vorstand und Mitglieder von je her neben der körperlichen Ertüchtigung insbesondere die echte Kameradschaft, den Opfersinn, die Hilfsbereitschaft, die Verständigung und Toleranz sowie Freude und die Geselligkeit an Vereins- und Festabenden in dem Bewusstsein, dass insbesondere heute jeder Sportverein im Interesse des Volksganzen jugendpflegerische Aufgabe zu erfüllen hat.

Schon Jahre vor der Gründung des Sportvereins 1931 regte und mühte sich Kendenich die Sport treibende Jugend unter dem besonders rührigen und sportbegeisterten Kaplan Heinrichs. Ihm gebührt der Verdienst, in Kendenich einen großen Spiel- und Sportbetrieb im Rahmen der DJK "Winfried" aufgezogen zu haben. Schon 1927/28 entstanden, begünstigt durch den Bau des Jugendheimes in der Nußallee eine geachtete Schlagballmannschaft, Turnerriege und eine ausgezeichnete Leichtathletikgruppe, die alle alten blau-weißen Farben zu beachtenswerten Erfolgen verhalfen. Die Schlagballmannschaft wurde im Jahre 1928 im Bezirk Vorgebirge 2. Bezirksmeister.

Aus dem vorhandenen Sportlermaterial entwickelte sich im Jahre 1928 auch die erste in Kendenich als 1. Jugendmannschaft auftretende Fußballelf. Ihre Aufstellung war im Wesentlichen der Verdienst des damals in Kendenich alle Fußballfreunde an sich ziehenden, langjährigen späteren Mannschaftskapitän Alfred Leidner.

 

Er war es, der durch sein sporttechnisches Können der Mannschaft immer neue Impulse gab. Die Begeisterung in der rasch zu Erfolgen kommenden Fußballelf stieg von Jahr zu Jahr. Schon in der Spielzeit 1928/29 verlor die Mannschaft in ihrer Klasse kein Spiel. Höhepunkte waren dann besonders die großen Freundschaftsspiele gegen DJK Barmen im Jahre 1929, gegen DSV Gent im Jahre 1930 und gegen eine flämische Auswahlelf 1931 in Gent.

Die Kendenicher Mannschaft erkämpfte sich trotz der Niederlage bei unseren belgischen Nachbarn Achtung und Anerkennung  und leistete schon in der Zeit ihres Werdens einen wertvollen Beitrag zur friedlichen Völkerverständigung. Besondere Verdienste erwarb sich in der Startzeit der damaligen Betreuer und Abteilungsleiter der Mannschaft, Herr Johann Larres.

Er wurde unterstützt durch die rührigen Mitarbeiter Bertram Giesen und Rudi Schlösser.

Letzterer übernahm Anfang 1931 die Betreuung der Elf und führte auch die Mannschaft nach Gent. Auf seine Initiative hin ist die eigentliche Gründung des Sportvereins 1931 Kendenich am Kirmessonntag (1. Sonntag im September) des Jahres 1931 zurückzuführen. Fast geschlossen traten alle Fußballer dem neuen Verein bei. 42 an der Zahl erkannten als Gründer im Lokal Schlösser die neu aufgestellten Statuten an und wählten folgenden Vorstand:  

1. Rudi Schlösser, 1. Vorsitzender

2. Johann Larres, Geschäftsführer

3. Hans Rosenbaum, 2. Geschäftsführer 

4. Hermann Schmitz, Kassierer

5. Kurt Leidner, Jugendleiter

6. Alfred Leidner, Spielführer der 1. Mannschaft

 

Man entschied sich für den Namen Kendenicher Ballspiel-Club (KBC). Doch der DFB forderte, dass Club mit "K" geschrieben wird. Somit wurde der Vereinsname Kendenicher Ballspiel-Klub 1931 gewählt. 

Die Mannschaften wurden sofort im Rahmen von Pflichtgesellschaftsspielen in den Spielbetrieb und in der darauf folgenden Spielzeit 1932/33 in die Meisterschaftsspiele der 2. Kreisklasse eingereiht.

Neben der ersten Mannschaft wurde eine Jugendmannschaft und im Jahre 1933/34 eine zweite Seniorenmannschaft, um den Nachwuchs zu schulen und dem Verein ein breite Basis zu geben, aufgestellt.

Schon im Jahre 1934 gelang den Männern um das runde Leder in Kendenich der Aufstieg in die 1. Kreisklasse, der bei allen Fußballfreunden Jubel und Freude auslöste.

Ein Höhepunkt war erreicht: die Zahl der aktiven Spieler stieg.

Neben der 1. und 2. Mannschaft griffen zwei Jugendmannschaften in die Spiele ein (A-  und B-Jugendklasse).

Ein Jahr später wurde sogar eine weitere Jugendmannschaft aufgestellt, die in der Jugendklasse C die Kreismeisterwürde errang.  

Den Kern der Mannschaft stellten jedoch die Jungen in den nachfolgenden Jahren der Jugendelf von 1945/46. Sie kämpfen sich schnell wieder nach vorn und schaffen den Aufstieg in die 1. Kreisklasse im Jahre 1946.

Auch die C1 und die A1 konnten auf ihren Meistertitel stolz sein.

Die C1 gewann die Vorgebirgsmeisterschaft und die A1 holten sich den Gruppensieg in der Gruppe Vorgebirge. 

Leider ging es gleich im nächsten Jahr 1954/55 mit der ersten Mannschaft wieder bergab, weil einige gute Spieler dem Verein den Rücken kehrten.

Aber der Wille und Eifer der anderen war stark. Schon im folgenden Jahr 1955/56 rückte sie wieder in die 1. Kreisklasse auf. Bei den diesjährigen Meisterschaften erreichte die Elf den 5. Platz in der 1. Staffel der 1. Kreisklasse.

Es ist schwer, aus dieser Mannschaft besonders hervorragende Spieler einzeln zu nennen, weil eine ganze Reihe als gleichwertig aufgeführt werden müssten. Dennoch gebietet es die Chronistenpflicht, Heinz Breidenbach besonders herauszustellen, der nicht nur wegen seiner allgemein anerkannten sportlichen Leistungen, sondern auch wegen seiner Treue zum Verein besondere Anerkennung verdient.

Erfolgreiche Kendenicher Jugendmannschaften

Die neue Sportanlage gab Leben und Geschehen im Verein einen gewaltigen Auftrieb. Das Gemeinschaftsleben wurde aktiviert und die sportliche Leistung gesteigert. Vor allem aber stießen weitere Jugendliche zum Verein, sodass mehrere Jugendmannschaften, aber auch mehrere Seniorenmannschaften in einen geordneten Spielbetrieb eingeplant werden konnten.

Schon 1959/60 wurde die C-Jugend Staffelsieger und mit einem Torverhältnis von 122:8 Vorgebirgsmeister. Die A- und B-Jugendmannschaft errang in ihrer Gruppe jeweils den Staffelsieg. Die B-Jugend wurde 1965 im letzten Spiel gegen den VfR Fischenich (3:1) Pokalsieger im Großhürther Fußballjugendturnier. Die A-Jugend spielte sich in den vergangenen Jahren zweimal bis ins Endspiel vor und verlor gegen den BC Berrenrath jeweils knapp 2:1. Anfang der 1970er Jahre waren die A- und C-Jugend jeweils Spitzenreiter ihrer Klasse.

Fortsetzung folgt…